Latexallergie

Eine Allergie gegen Naturgummilatex ist in den letzten Jahren immer häufiger zu verzeichnen. Betroffen sind vor allem Beschäftigte im Gesundheitsdienst (ca. 10 Prozent).

Naturlatex (Latex) wird aus der Milch des Kautschukbaumes gewonnen. Der milchige Saft von Hevea brasiliensis wird in verschiedenen Produktionsschritten zu Gummi eingedickt und dann zu Gebrauchsgegenständen weiterverarbeitet.

Auslöser der Naturlatexallergie sind vor allem wasserlösliche Proteine aus Schutzhandschuhen.

Symptome der Latexallergie

Die Naturlatexallergene führen häufig zu allergischen Sofortreaktionen, wie Kontakt-Urtikaria (Nesselfieber) mit rotfleckig-juckender Haut, Augenjucken, Niesanfällen, Schnupfen, Husten und Atemnot bis hin zu Schockzuständen bei operativen Eingriffen.

Die Zusatzstoffe, wie Vulkanisationsbeschleuniger, lösen in erster Linie sogenannte verzögerte Hautreaktionen, das sogenannte allergische Kontaktekzem, aus. Dies können z. B. juckende Knötchen (Papeln) und Bläschen sein.

Risikogruppen für eine Latexallergie

Bei Personal, das häufig Latexhandschuhe trägt, kann es neben dem anfänglichen Nesselfieber zu Schnupfen und Atembeschwerden kommen. Ursache sind meist die im Puder der Handschuhe befindlichen Latexpartikel, die bei Auspacken der Handschuhe aufgewirbelt werden und in die Atemluft gelangen.

Neben den Beschäftigten im Gesundheitswesen sind Berufsgruppen betroffen, die ebenfalls Latexhandschuhe tragen, oder jene, die in der Herstellung latexhaltiger Produkte tätig sind. Vor allem aber sind Patienten, die häufig operiert werden und bereits eine allergische Vorgeschichte haben, gefährdet.

Zu den besonderen Risikogruppen zählen Personen mit Neurodermitis, Kinder mit Spina bifida (eine angeborene Spaltbildung der Wirbelsäule) sowie mit angeborenen Fehlbildungen des Harntraktes.

Latexallergiker dürfen bei Klinik- und Praxisbesuchen nicht mit Naturlatex konfrontiert werden, da unter ungünstigen Bedingungen lebensbedrohliche Schockreaktionen möglich sind.

Auch bei bestimmten Nahrungsmitteln und Zimmerpflanzen sollten Latexallergiker sehr vorsichtig sein, denn einige von ihnen besitzen Substanzen, die mit den Allergenen von Naturlatex verwandt sind (Kreuzallergene). Dazu zählen z. B. Avocados, Bananen, Feigen, Kiwis und Papaya.